Nach Rom - Liverpool

Elfer-Klau: Heftige Attacken auf Schiri

Mit dem Video-Schiri wäre das Finale Bayern gegen Rom, so der AS-Präsident.

Ein zweites Fußballwunder der AS Roma ist ausgeblieben, ihre Champions-League-Saison ist nach dem Halbfinale zu Ende. Nach dem 2:5 bei Liverpool war ein 4:2-Erfolg am Mittwoch im Rückspiel im Stadio Olimpico für die Italiener zu wenig. Mit dem slowenischen Schiedsrichter Damir Skomina war ein Verantwortlicher für das Ausscheiden nach der Partie schnell gefunden.
 
 
"Es waren zwei Elfmeter, die uns nicht gegeben wurden", ärgerte sich Sportdirektor Monchi. Bei der ersten Aktion kurz nach Wiederbeginn entschied Skomina auf Abseits von Stürmer Edin Dzeko, der von Tormann Loris Karius zu Fall gebracht wurde. In der 63. Minute blieb ein Handspiel von Trent Alexander-Arnold im Strafraum nach einem El-Shaarawy-Schuss ungeahndet.
 
"Jeder kann sich sein eigenes Bild machen. In der 49. Minute war es kein Abseits und dann ein Foul. Das Handspiel in der 63. Minute war möglicherweise für alle auf der Welt sichtbar, aber nicht für die Verantwortlichen am Feld und hätte auch eine Rote Karte bringen müssen", verlautete Präsident James Pallotta.
 

Video-Schiri gefordert

Für die Verantwortlichen des Serie-A-Tabellendritten ist daher die Einführung eines Video-Schiedsrichters ein absolutes Muss in der Zukunft. "Ich weiß, dass es schwierig ist für den Schiedsrichter, aber so etwas darf einfach nicht passieren. Wenn der Video-Schiedsrichter nicht eingeführt wird, ist das ein absoluter Witz", sagte Pallotta. Monchi schlug in dieselbe Kerbe: "Der italienische Fußball muss seine Stimme erheben, weil ich denke, dass all das nicht normal ist."
 
Laut ihm hätte das Endspiel bei der verwendeten Technik vielleicht Roma gegen Bayern geheißen. Auch den Münchnern war beim 2:2 bei Real Madrid am Dienstag ein Elfmeter vorenthalten worden. Die UEFA erklärte am Donnerstag auf Anfrage, dass sie die derzeitige Videobeweis-Testphase in mehreren Bewerben aufmerksam beobachte. "Wir sehen immer noch einige Unsicherheiten bei der Umsetzung", sagte ein Sprecher.
 

Scharfe Kritik

Die italienischen Medien schossen ebenfalls scharf gegen den Referee. "Ein Olympiastadion wie im Märchen, ein Schiedsrichter wie ein Alptraum", schrieb die Zeitung "Corriere dello Sport". "Die Roma wäre mit dem VAR (Anm.: Video Assistant Referee) im Finale", stand in der Zeitung "La Repubblica".
 
Nach der magischen Viertelfinal-Nacht gegen den FC Barcelona, in der nach einem Hinspiel-1:4 mit einem Heim-3:0 noch die Wende gelungen war, blieb eine weitere aus. "Es war eine außergewöhnliche Leistung und nahezu ein perfektes Spiel, das uns darin bestärken wird, dass wir auf dem Level mithalten können", sagte Coach Eusebio di Francesco. Nur Details hätten für Liverpool den Ausschlag gegeben. "Es tut mir leid, dass wir den tollen Fans nicht wieder einen magischen Abend bieten konnten", so der 48-Jährige.
 

Tore zu spät

Die Römer müssen damit weiter auf ihr zweites Finale in der "Königsklasse", nach einer 2:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Liverpool in Rom 1984, warten. Ein Doppelschlag von Radja Nainggolan (86., 94./Elfmeter) kam zu spät. Zuvor hatte ein Eigentor von James Milner (15.) und ein Treffer von Dzeko (51.), der im fünften Champions-League-Spiel in Folge traf, zweimal den Ausgleich gebracht

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