Europa League

Irres Spektakel: Köln stürmt aus Krise

Stöger-Klub schießt sich Frust von der Seele. Grillitsch trifft für Hoffenheim.

Der 1. FC Köln hat in der Europa League endlich angeschrieben und damit die Chance auf den Aufstieg ins Sechzehntelfinale gewahrt. Das von Peter Stöger gecoachte Tabellenschlusslicht der deutschen Bundesliga setzte sich am Donnerstag im vierten Gruppe-H-Spiel zu Hause gegen BATE Borisow 5:2 (1:2) durch, ist aber mit drei Zählern weiter im Besitz der "Roten Laterne".

Der Rückstand auf den Zweiten Roter Stern Belgrad, der bei Fixaufsteiger Arsenal ein 0:0 erkämpfte, konnte auf zwei Punkte verringert werden. Borisow hat einen Zähler mehr als die Kölner auf dem Konto.

Die Stöger-Truppe durfte dank Toren von Simon Zoller (16.), Yuya Osako (54., 82.), Sehrou Guirassy (63./Freistoß) und Milos Jojic (90.) über den ersten Sieg im Europacup seit mehr als 25 Jahren jubeln. Am Sonntag soll nun in der Liga gegen Hoffenheim der erste Saisonsieg in der Meisterschaft folgen.

Hoffenheimer dürfen hoffen

Auch das erste Europacuptor von ÖFB-Teamspieler Florian Grillitsch hat Hoffenheim am Donnerstag keinen Sieg gebracht. Nach einem Last-minute-Treffer kamen die Deutschen bei Istanbul Basaksehir über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus, dürfen aber weiter auf den Aufstieg hoffen.

Grillitsch sorgte nach Querpass von Sandro Wagner für einen perfekten Start in die zweite Hälfte (47.), letztlich konnte Hoffenheim dem zunehmenden Druck aber nicht standhalten und kassierte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Mit Verteidiger Stefan Posch war ab der 24. Minute ein zweiter Österreicher am Feld, er kam für den verletzten Kevin Vogt.

In Gruppe C liegt Hoffenheim mit vier Punkten aus vier Spielen hinter Rasgrad (8) und Braga (7), die sich mit 1:1 trennten. Beide Teams sind noch direkte Gegner der Deutschen.

Ivanschitz nicht im Einsatz

Ähnlich ist die Lage für die Young Boys Bern von Trainer Hütter. Im Heimspiel gegen Gruppe-B-Tabellenführer Dynamo Kiew unterlagen die Schweizer, bei denen Thorsten Schick ab Minute 80. kickte, mit 0:1 (0:0). Kiew (10) steht bereits als Aufsteiger fest, dahinter liegen Partizan Belgrad (5) nach einem 2:0 gegen Skenderbeu Korce, und YB (3).

Viktoria Pilsen feierte ohne Andreas Ivanschitz zu Hause gegen den FC Lugano einen 4:1-Erfolg und ist als Gruppe-G-Zweiter nach wie vor auf Kurs Richtung K.-o.-Phase. Auch nicht zum Einsatz kam Valentino Lazaro beim 2:0-Heimsieg von Hertha BSC gegen Sorja Luhansk, er saß aber immerhin auf der Bank. Die Hertha ist mit vier Punkten in der Gruppe J weiter Schlusslicht, wie bei Köln fehlen aber nur zwei Zähler auf Rang zwei und Luhansk.

Das Ticket für die nächste Runde buchten neben Arsenal auch Dynamo Kiew (B), Steaua Bukarest (G), Lazio Rom (K) und Zenit St. Petersburg (L).

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