Nach 1:3-Klatsche

Westermann rechnet mit der Austria ab

Deutscher spricht nach dem schwachen Auftritt gegen Rijeka Klartext.

Die Wiener Austria steht vor dem Europa-League-Aus: Zu Hause kassierte man eine 1:3-Klatsche gegen HNK Rijeka. "So wird es schwer auf internationaler Ebene", nahm sich Heiko Westermann kein Blatt vor den Mund. Sein Team ist nach drei Partien noch sieglos, mit einem Punkt abgeschlagen Tabellen-Letzter.

Der Abwehrchef der "Veilchen" haderte mit den leichten Defensiv-Fehlern: "Manchmal verzweifle ich, wie einfach wir Gegentreffer bekommen. Es ist bitter: Der erste Schuss ist drinnen, der zweite Schuss ist drinnen." Mario Gavranović (21.) sorgte für die kalte Dusche - und legte zehn Minuten später nach.

"Wir haben in der ersten Hälfte zu viel Respekt gezeigt und waren total fahrlässig. Das wird in der Europa League beinhart bestraft", legte Westermann nach. Pfiffe von den Rängen begleiteten die harmlosen Gastgeber in die Pause. Eine Reaktion blieb aus. Kevin Friesenbichler traf zwar in der 90. Minute zum 1:2, doch kurz darauf besiegelte Zoran Kvržić (93.) den Endstand. Ein ernüchternder Abend!

"Dürfen uns nicht in die Hose machen"

"Man hat insgesamt gesehen, dass Rijeka in allen Mannschaftsteilen besser war. In der Abwehr sind sie gut gestanden, schnelles Umschaltspiel, laufstark im Mittelfeld, ein Stürmer, der sofort trifft", wollte Thorsten Fink, der als ÖFB-Teamchef gehandelt wird, nichts schönreden. Vor dem Derby-Doppelpack in Bundesliga (Sonntag) sowie ÖFB-Cup (Mittwoch) steckt die Austria in der Krise.

Westermann: "Wir spielen quasi mit der letzten Elf. Ich weiß gar nicht, wie viele Spieler aus der letzten Saison aktuell am Platz stehen. Es schwierig mit all den Verletzungen. Eine junge Mannschaft muss lernen. Aber es ist wichtig, dass wir mit Überzeugung und Herzblut auftreten und uns nicht in die Hose machen."

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