Ex-ÖFB-Star

Scharner: Verrückte Aktion als Trainer

Früherer England-Legionär setzt auch als Trainer ungewöhnliche Akzente.

"Position Querdenker" heißt das Buch von Paul Scharner. Darin blickt er zurück auf die Karriere - und packt über die Schattenseiten des Fußball-Geschäfts aus. Er, 37 Jahre alt, eckte im Verlauf seiner Karriere mehrfach an.

Bei der Wiener Austria etwa, als er dem späteren Weltmeister-Trainer Joachim Löw die Einwechslung als rechter Mittelfeldspieler verweigerte. Oder als er sich mit Marcel Koller überworfen hatte und aus dem ÖFB-Team flog. Zuletzt ließ Scharner vor allem als Kritiker aufhorchen, schoss scharf gegen Koller und David Alaba.

Sportlich hat er 2013 seine Profi-Karriere beendet. Mittlerweile ist er als Spielertrainer beim FK Hagenbrunn in der 2. Klasse Donau aktiv. Und auch dort bleibt er seine Linie treu und setzt sich über Regeln hinweg: Nachdem die ersten Runden nicht unbedingt nach Wunsch verlaufen waren, griff er Ende September zu einer kuriosen Maßnahme.

Nur acht Spieler am Platz

Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Stetteldorf nahm er zehn Minuten vor Ende gleich drei Kicker vom Platz. Aber ohne jemanden einzuwechseln! Scharner ließ sein Team mit acht Mann fertig spielen. Eine erzieherische Maßnahme, die nicht fruchtete. Denn: Am nächsten Wochenende kassierte Hagenbrunn bei Großmugl eine 0:5-Klatsche.

In der Tabelle rangiert man mit neun Punkten im unteren Mittelfeld auf Platz neun von 14 Mannschaften.

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