Bundesliga

1:0 - Rapid-Zittersieg dank Joelinton

Grün-Weiß feiert Arbeitssieg gegen St. Pölten. Admira-Remis in Altach.

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Rapid hat seinen Aufwärtstrend in der Fußball-Bundesliga prolongiert. Die Wiener feierten am Samstag vor 24.200 Zuschauern im Allianz Stadion gegen den SKN St. Pölten einen 1:0-(1:0)-Heimsieg und schoben sich zumindest bis Sonntag vor die Austria auf Tabellenplatz drei. St. Pölten ist weiter Letzter. Für Grün-Weiß war es das sechste Bundesliga-Match in Serie ohne Niederlage.

Joelinton brachte die Hausherren in der 41. Minute nach einem Doppelpass zwischen Louis Schaub und Thomas Murg in Führung. Es sollte der einzige Treffer an diesem Abend in Wien-Penzing bleiben. In der zweiten Hälfte bestürmte Rapid zeitweise wild das Tor von Christoph Riegler und hatte einige Chancen. Die beste Möglichkeit vergab Thomas Murg, der vom Elfmeterpunkt scheiterte.

SKN-Coach Oliver Lederer hatte seine erste Elf neu zusammengestellt und etwa Eldis Bajrami als Linksverteidiger sowie Rapid-Leihgabe Alexander Sobczyk im Sturm aufgeboten. Im Mittelfeld gab Daniel Schütz sein Comeback nach Verletzungspause. Bei Rapid agierte Joelinton anstelle von Veton Berisha wieder als Solospitze im 4-2-3-1-System, in der Innenverteidigung kam Mario Sonnleitner für Maximilian Hofmann zum Zug.

Lederers Umstellungen fruchteten nur zu Beginn, hielt St. Pölten doch mit aktivem Gegenpressing wirkungsvoll dagegen, wenn die Rapidler ihr Spiel aufbauen wollten. Einmal klappte dies nicht, Schiedsrichter Alexander Harkam erkannte in der 11. Minute beim Vorstoß von Murg nach Joelinton-Pass jedoch eine Abseitsstellung. Der Brasilianer Joelinton war es dann auch, der in der 14. Minute die Latte traf.

Joelinton erzielt das Goldtor

Die Angriffsbemühungen von St. Pölten waren zaghaft, die Gäste wussten sich defensiv aber mit körperlicher Robustheit und gutem Positionsspiel zu helfen. So kam Rapid, obwohl mehr und mehr in Ballbesitz, kaum zu Chancen. Eine glasklare vergab Schaub, der nach Schobesberger-Flanke neben das Tor köpfelte. Eine zweite verwandelte Joelinton kurz vor dem Halbzeitpfiff im Strafraum zur Führung.

Nach der Pause musste Rapid-Goalie Richard Strebinger bei zwei Weitschüssen von Manuel Martic eingreifen. Das waren bis dahin die besten Gelegenheiten der Niederösterreicher, die engagiert in die zweite Hälfte starteten. Lederers 4-1-4-1-System mutierte jetzt bei Ballbesitz zu einem 3-1-4-2, da Bajrami und Husein Balic auf der linken Seite vorrückten.

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Die Hütteldorfer übernahmen jedoch bald wieder die Kontrolle. Erst schossen Boli Bolingoli (61.) und Stefan Schwab (64.) noch wenig gefährlich aufs Tor, ein Distanz-Volley von Murg (67.) ging allerdings nur knapp drüber. Wenig später zirkelte der Steirer den Ball etwas zu weit nach links.

In der 73. Minute zeigte Harkam nach einem Selbstfaller von Schobesberger auf den Elfmeterpunkt, wieder scheiterte Murg. Riegler parierte seinen Schuss ebenso wie kurz darauf einen Kopfball von Sonnleitner (78.). Auf der Gegenseite rettete Strebinger bei einem Kofpball von Dominik Hofbauer die Null.

Rapid mobilisierte alle Kräfte für den zweiten Treffer, der aber nicht mehr gelingen wollte. Die Erleichterung, nachdem der dritte Heimsieg en suite nach Erfolgen gegen den WAC und den LASK in trockenen Tüchern war, war am Ende groß.

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Admira in Altach nach 2:0-Führung nur 2:2

Der FC Admira hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Platz vier verpasst. Die Niederösterreicher mussten sich am Samstag nach einer 2:0-Führung beim SCR Altach mit einem 2:2 begnügen. Die Niederösterreicher bauten aber immerhin ihre ungeschlagene Serie auf fünf Partien aus und rückten bis auf einen Punkt an die Austria heran, die im Sonntag-Schlager der 11. Runde bei Sturm Graz gastiert.

Die Vorarlberger sind nun schon vier Partien sieglos und weiter auf Rang sieben zu finden. Mit 13 Zählern zogen sie nach Punkten mit dem sechstplatzierten Aufsteiger LASK gleich. Andreas Lienhart (53.) und Christian Gebauer (83.) sicherten den Altachern vor 5.072 Zuschauern noch einen Punktgewinn. Für die Admiraner trafen Dominik Starkl (42.) und Christoph Knasmüllner (51.), Lukas Grozurek vergab einen Elfmeter (75.).

Die Admiraner nahmen den Schwung nach der Länderspielpause mit und waren in der Cashpoint Arena dank eines mutigen Auftritts vor der Pause klar spielbestimmend. Bei einem Kopfball von Sasa Kalajdzic (22.) reagierte Altach-Tormann Martin Kobras gut. Bei Abschlüssen von Maximilian Sax (29.) und dem zuletzt ins ÖFB-Nationalteam berufenen Knasmüllner (30.) fehlte nicht viel. Die Führung deutete sich also an und fiel noch vor der Pause. Nach einem schönen Spielzug samt Grozurek-Flanke köpfelte Starkl im Strafraum völlig frei stehend ein (42.).

Gebauer gleicht erst spät aus

Altach konnte sich in der Offensive mit Ausnahme eines Dobras-Schusses (24.) überhaupt nicht in Szene setzen, viele Fehlpässe prägten das Spiel. Genauso wie Nachlässigkeiten in der Defensive, wie auch gleich nach Wiederbeginn. Der von Starkl bediente Knasmüllner bekam viel zu viel Platz und konnte überlegt ins lange Eck einschießen (51.).

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Die Entscheidung war damit aber noch nicht gefallen, da die Hausherren glücklich zurück ins Spiel fanden. Eine abgerissene Lienhart-Flanke senkte sich ins Tor, der überraschte Admira-Goalie Andreas Leitner sah nicht gut aus (53.).

Es war wie ein Weckruf für die Altacher, die plötzlich den Ton angaben und auf den Ausgleich drängten. Näher an einem Torerfolg waren vorerst trotzdem die Admiraner. Grozurek ging im Strafraum leicht zu Boden, scheiterte mit einem unplatzierten Elfmeter aber an Kobras (75.). Der vergebene "Matchball" rächte sich. Gebauer nahm sich von der Strafraumgrenze ein Herz und traf genau ins Eck, Leitner hatte diesmal keine Chance (83.). Es war der Bundesliga-Premierentreffer für den 23-Jährigen.

Beinahe hätte die Schmidt-Truppe die Partie noch komplett gedreht, Markus Wostry konnte einen Aigner-Abschluss aber vor der Linie klären (86.). Die Admira blieb damit zum vierten Mal nacheinander in der Liga gegen Altach ohne Niederlage.

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Mattersburg entführte bei 2:2 Punkt aus Wolfsberg

Dank eines Doppelpacks von Nedeljko Malic (48., 56.) hat Nachzügler Mattersburg am Samstag in der elften Runde der Fußball-Bundesliga einen Punkt aus Wolfsberg entführt. Der WAC, der durch Issiaka Ouedraogo (26.) und Bernd Gschweidl (52.) zweimal führte, verabsäumte es hingegen, mit dem 2:2 (1:0), in der Tabelle vorbei an Altach und dem LASK auf Platz sechs vorzustoßen.

Der Tabellenneunte aus Mattersburg vergrößerte seinen Vorsprung auf Schlusslicht St. Pölten nach dessen 0:1 bei Rapid immerhin auf fünf Punkte und durfte angesichts von fünf Niederlagen in den jüngsten sechs Spielen durchaus zufrieden sein.

Gut 3.000 Zuschauer in der Lavanttal-Arena bekamen in der ersten Hälfte ein durchaus intensiv geführtes, aber spielerisch bescheidenes Duell geboten, das auch chancentechnisch einige Anlaufzeit benötigte.

Harter Kampf bis zum Abpfiff

Die besten Möglichkeiten hatten dann nach Standards Mario Leitgeb (19.) bzw. Thorsten Mahrer (21.), die beiden Torleute Markus Kuster und Raphael Sallinger waren am Posten. Nachdem Mattersburg-Routinier Alois Höller wenig später einen Ball vertändelt hatte, war Kuster aber bei der folgenden Flanke und dem Kopfball Ouedraogos chancenlos.

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Die zweite Hälfte bot deutlich mehr. Vor allem die Phase nach dem Wiederbeginn hatte es in sich. Zweimal war es da Abwehrmann Malic, der infolge von Standards für den jeweiligen Ausgleich sorgte: Erst vollendete er eine Freistoßflanke von Rene Renner per Kopf zum 1:1, acht Minuten später war er nach einem von Andreas Gruber verlängerten Freistoß mit dem Fuß zur Stelle. Dazwischen allerdings hatte Zündel mit einem Schuss aus rund 13 Metern kurz den alten Vorsprung des WAC wiederhergestellt.

Tore fielen danach zwar keine mehr, beide Teams lieferten sich aber bis zum Schluss einen engagierten Kampf mit offenem Visier. Die besten Einschussmöglichkeiten konnten Gruber nach einem Konter (70./volley über das Tor) bzw. Ouedraogo (69./Mahrer klärte) aber nicht nutzen.

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