Rapid-Youngster

Nach Skandal: Deutsche zerlegen Ljubicic

Flaschen-Wurf auf eine Moschee schlägt auch beim Nachbarn hohe Wellen.

"Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist", erklärte Dejan Ljubicic: "Ich kann mich nur entschuldigen und versichern, dass mir dieser Fehler leidtut." Der Youngster des SK Rapid hatte in der bosnischen Kleinstadt Kiseljak unweit von Sarajevo eine Moschee mit Flaschen.

Laut der Polizei ereignete sich der Vandalenakt am Donnerstag in der Früh um 5:25 Uhr. Ein Sprecher bestätigte, dass zwei Verdächtige einvernommen wurden. In einem von einer Überwachungskamera aufgezeichneten Video ist der Vorfall zu sehen. Die Gesichter der beiden Täter sind jedoch nicht erkennbar.

Rapid-Sportchef Fredy Bickel verurteilte den Vorfall: "So ein Verhalten ist gerade für einen Rapid-Spieler, der sich auch seiner großen Vorbildwirkung bewusst sein sollte, absolut unangebracht." Der Skandal schlug hohe Wellen: Sogar in Deutschland wurde darüber berichtet!

Presse fand deutliche Worte

Die Welt schrieb unter dem Titel "Dieser Fußball-Profi schändete eine Moschee" von einer "miesen Aktion" und hob Ljubicic' religiösen Hintergrund hervor: "Ljubicic Eltern sind bosnische Kroaten, also römisch katholisch. Sie sind vor dem Krieg geflüchtet." Für den Express war es ein "handfester Skandal".

Ljubicic droht von Rapid eine hohe Geldstrafe. Die Bild beendete ihren Artikel mit den Worten: "Bleibt abzuwarten, ob er in Zukunft sein Hirn einschalten wird." Der 20-Jährige jedenfalls zeigte nicht nur Reue, sondern stand für seine Tat gerade.

Er entschuldigte sich vor Ort bei der Glaubensgemeinschaft und kündigte an, neben dem entstandenen Schaden eine Spende zu leisten.

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