Abrechnung

Ex-Sturm-Goalie kritisiert Franco Foda

Äußerst kritisch beschreibt Ex-Sturm-Goalie Lück sein Verhältnis zum ÖFB-Teamchef.

Tormann Daniel Lück kam im Sommer 2016 von Energie Cottbus zu Sturm Graz. Er blieb lediglich ein Jahr, in dem er gerade einmal vier Pflichtspiele absolvieren durfte. In seinem YouTube-Kanal erzählt der heutige Mentaltrainer von seiner Zeit in Graz und findet überraschend deutliche Worte zu seinem damaligen Trainer und jetzigen ÖFB-Teamchef Franco Foda. Dieser hätte sich zu Beginn sehr für ihn eingesetzt, ihn dann aber schnell fallen gelassen.

"Es gab extrem positive Gespräche und ich habe sofort signalisiert, dass ich richtig Bock auf die Geschichte habe. Im dritten Training habe ich mir dann eine leichte Zerrung zugezogen und musste sieben Tage aussetzen. Dann fand schon das erste Spiel gegen Salzburg statt. Davor war der Trainer extrem gut auf mich zu sprechen. Er hat zu mir gesagt: Daniel, wir müssen dich sofort eingliedern, du musst sofort spielen", erinnert sich Lück.

Sturm konnte das Spiel damals mit 3:1 gewinnen. "Nach dem Spiel hat sich alles geändert. Der Kontakt wurde immer weniger, er hat auch anders auf mich reagiert und eigentlich fast kein Wort mehr mit mir geredet. Ich kann es aus Trainer-Sicht verstehen, dass er den anderen Torwart spielen ließ, weil sie fast jedes Spiel gewonnen haben. Aber mich hat gewurmt, dass es zunächst viel Kontakt gab und innerhalb von ein paar Tagen sich alles geändert hat", so Lück.

Foda hätte sich komplett geändert

Selbst könne er sich wenig vorwerfen: "Ich habe meiner Meinung nach immer gut gespielt, bin einmal im Pokal unglücklich im Elfmeterschießen ausgeschieden, dazu haben wir einmal 0:4 gegen Austria Wien verloren. Davor habe ich gut gehalten. Das waren meine einzigen Spiele."

Foda hätte keinen Kontakt mehr gesucht: "Es war schade, zu sehen, dass sich Trainer komplett verändern. Ich habe nie gehört, dass ich nicht gut genug sei. Es wurde gar nichts gesagt." Das führte dazu, dass Lück seinen Vertrag nach nur einem Jahr auflöste. "Der Manager hat mir relativ schnell verdeutlicht, dass sie nicht mehr mit mir planen. Persönlich und leistungstechnisch wollte er mir keine Antwort geben, aber leistungstechnisch hätte er mir auch keine Antwort geben können."

Warum er selbst nicht öfter das Gespräch mit Foda gesucht hat? "Wenn ich das Gespräch geführt habe, und gedacht habe, man hat sich ausgesprochen, war es danach nur noch schlimmer. Mir hat sogar der Manager von Sturm Graz bestätigt, dass er die gleiche Erfahrung gemacht hat. Wenn du Tacheles mit dem Trainer redest, die Karten auf den Tisch legst, ist es danach meistens noch schlimmer. Da ist die persönliche Ebene noch mehr zerrüttet. Am besten ist es, einfach Leistung zu bringen und so wenig wie möglich zu reden, weil es am Ende des Tages oft meist gegen dich ausgelegt wird."

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