Aufgedeckt

So demütigte Ancelotti die Bayern-Stars

Italiener brachte die Spieler gegen sich auf. Einer packt jetzt aus.

Acht Spiele, sieben Siege, ein Unentschieden - der FC Bayern ist längst zurück in der Spur. Trotz anfänglicher Kritik eilt man der Bundesliga-Konkurrenz davon. International hielt man sich seit dem 0:3 in Paris schadlos. Jenes Debakel am 27. September war die bisher letzte Niederlage - und zugleich die letzte Partie von Carlo Ancelotti.

Der Italiener musste danach gehen. Nicht zuletzt weil er die Rückendeckung im Team verloren hatte. Aber wie kam es überhaupt dazu? "Es war sehr seltsam. Wir saßen im Besprechungsraum und fünf von uns wurde anderthalb Stunden vor dem Spiel gegen Paris gesagt, dass wir nicht spielen, plötzlich und ohne Erklärung“, erzählt Jerome Boateng der Süddeutschen Zeitung.

Er musste auf die Tribüne. Mats Hummels, Arjen Robben, Franck Ribery und Kingsley Coman auf die Bank. Die Betroffenen seien "geschockt" gewesen. Für Ancelotti war's der Anfang vom Ende. Tags darauf wurde er entlassen. Begründung: Er habe einige Leistungsträger gegen sich aufgebracht.

Versteckte Kritik an den Trainings

Immer wieder erhob man darüber hinaus den Vorwurf, wonach das Training zu lasch war. Boateng bestätigt indirekt: "Es wurde anders trainiert, als wir das vorher kannten. Als Spieler spürt man schon, ob man bei 100 Prozent ist oder nicht." Er sei es nicht gewesen, wurde im vergangenen Jahr häufig von Verletzungen gestoppt. Mittlerweile fühlt er sich besser.

"Ich habe gelernt, mir Pausen zu nehmen. Also nicht mehr zu sagen: Okay, ich bin jetzt seit einem Tag offiziell wieder fit, also los geht's - sondern eher zu sagen: Ich bin jetzt fit, und jetzt baue ich noch mal zwei Wochen auf, bevor ich wieder spiele. Zu schnell zu viel wollen: Das will ich nie mehr machen." Unter Jupp Heynckes gehört er wieder zu den festen Größen.

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