Wöber-Interview

Deshalb ist Holland-Liga besser als unsere

ÖFB-Hoffnung Maximilian Wöber sorgt in Holland bei Top-Klub Ajax für Furore.

Ende August kam der Anruf von Ajax-Sportboss Marc Overmars. Er informierte Maximilian Wöber über das Interesse des niederländischen Top-Klubs. Der 19-Jährige, der erst fünf Monate zuvor von den Amateuren in der Regionalliga zu Rapid in die Bundesliga aufstieg, ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Satte 7,5 Millionen Euro legte Ajax für ihn auf den Tisch. "Ich habe die Entscheidung noch nicht bereut", betonte der Linksfuß im Interview mit ÖSTERREICH. Kein Wunder. In Holland ist er prompt Stammspieler, spielt sich Woche für Woche in die Herzen der Ajax-Anhänger.

Grundlegende Unterschiede zwischen der holländischen und österreichischen Liga hat Wöber bereits ausgemacht: "Die Stadien sind immer bummvoll, jedes Mal vor über 20.000 Zuschauern einzulaufen, ist genial. Aber auch die Qualität ist höher, jedes Team will Fußball spielen und sich nicht hinten reinstellen. Hier kann man sich auch das Spiel zwischen dem Neunten und dem Zehnten anschauen, in Österreich würde ich das eher nicht."

Trotz des höheren Niveaus hat sich das Ajax-Juwel sofort zum Stammspieler aufgeschwungen. "Ich bin schon überrascht, dass es so gut lief. Aber so etwas wie Stammspieler gibt es hier nicht. Wenn man eine Woche nicht performt, spielt eben ein anderer. Hier herrscht ein großer Konkurrenzkampf, das ist der Größe des Vereins geschuldet," so Wöber.

Im Oktober debütierte er schließlich im Nationalteam, ist eine der heißesten Aktien in Österreichs Fußball. Sein Ziel: "Mein Traumverein ist Manchester United."

Das Interview führte Philipp Scheichl

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