WM-Play-off

Kroatien und Schweiz sichern sich WM-Tickets

Schweiz reichte gegen Nordiren 0:0 im Regen von Basel - Auch Kroaten nach 0:0 in Griechenland weiter.

Sowohl Kroatien als auch die Schweiz haben am Sonntag mit torlosen Unentschieden die Play-off-Duelle in der WM-Qualifikation für sich entschieden. Während Nordirland den Eidgenossen nach dem 0:1 im Hinspiel auch in Basel alles abforderte, spazierten die Kroaten mit einem 4:1 im Rücken bei völlig harmlosen Griechen zur Endrunde 2018 in Russland.
 
Damit sind in Europa nur noch zwei Endrundenplätze offen. Diese werden am Montag zwischen Schweden und Italien (Hinspiel 1:0) und am Dienstag bei Dänemark und Irland (0:0) vergeben.
 
Die Schweiz bestimmte nach fünf druckvollen Minuten der Gäste vor rund 36.000 Zuschauern im St.-Jakob-Park das Geschehen in der ersten Hälfte klar. Weil die Hausherren bei Dauerregen und auf äußerst tiefem Boden aber mehrere hochkarätige Chancen vergaben, brachten die leidenschaftlich kämpfenden Nordiren mit einem starken Schlussmann Michael McGovern ein 0:0 in die Pause und hielten das Duell offen.
 
Vierte Teilnahme in Serie
 
Dadurch scheinbar motiviert, war es die Elf von Trainer Michael O'Neill, die nach dem Seitenwechsel das Heft in die Hand nahm und die Eidgenossen phasenweise förmlich einschnürte. Bei der besten Chance segelte ein Kopfball von Conor Washington nur um Zentimeter am langen Eck vorbei (54.). In der Nachspielzeit rettete Ricardo Rodriguez bei einem Kopfball von Jonathan Evans auf der Linie. Für die Nordiren, die sich im Heim-Hinspiel durch einen umstrittenen Elfer für die Schweiz betrogen sahen, endete damit der Traum von der ersten WM-Teilnahme seit 1986. Die Schweiz fährt zum vierten Mal in Serie zu einer WM.
 
Kein Wunder in Griechenland
 
In Griechenland blieb das "Wunder von Piräus" wie erwartet aus. Die Gastgeber von Trainer Michael Skibbe konnten es dabei nicht einmal ansatzweise spannend machen. Ohne Ideen, echte Chancen und Tore verließen die Hausherren den Platz. Weitschüsse von Dortmunds Innenverteidiger Sokratis und Marseilles Stürmer Kostas Mitroglou waren neben einem wegen Abseits aberkannten Tors das Beste, was Griechenland zu bieten hatte. Die Kroaten taten nicht mehr als notwendig und lösten letztlich souverän ihr fünftes WM-Ticket.
 
Seit Kroatien nicht mehr Teil von Jugoslawien ist, hat man nur zwei Endrunden verpasst: die EM 2000 und die WM 2010. Die Griechen sind nach der EM 2016 nun auch bei der WM 2018 nur Zuschauer. Der Sensations-Europameister von 2004 hatte sich 2010 noch unter Trainer Otto Rehhagel und auch 2014 für die WM-Endrunde qualifiziert. Vor drei Jahren kamen die Griechen in Brasilien bis ins Achtelfinale. Für Skibbe dürfte das WM-Out gleichbedeutend mit dem Ende seiner Tätigkeit als griechischer Nationalcoach sein.
 
 
Folgende 28 Mannschaften haben sich bereits für die Fußball-WM 2018 (14. Juni bis 15. Juli) in Russland qualifiziert (32 Teilnehmer):

Europa (14 Plätze): Russland (Gastgeber), Deutschland (Titelverteidiger), Belgien, England, Spanien, Polen, Serbien, Island, Portugal, Frankreich, Schweiz, Kroatien
 
Afrika (5): Nigeria, Ägypten, Senegal, Marokko, Tunesien
 
Südamerika (4 oder 5): Brasilien, Uruguay, Argentinien, Kolumbien - Peru Play-off gegen Neuseeland
 
Asien (4 oder 5): Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien - Australien Play-off gegen Honduras
 
Nord- und Mittelamerika/Karibik (3 oder 4): Mexiko, Costa Rica, Panama - Honduras Play-off gegen Australien
 
Ozeanien (0 oder 1): Neuseeland Play-off gegen Peru

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