Ferrari-Star

Verrückt: 59 Euro kosteten Vettel die WM

Deutscher hat wohl die letzte Titel-Hoffnung verspielt. Die Hintergründe:

Aus Sicht von Sebastian Vettel hat sich das Thema WM-Krone in Japan wohl endgültig erledigt. Er möchte jetzt in seinem Familien-Refugium in der Schweiz die letzten Kräfte mobilisieren. Wie einst Rekord-Champion Michael Schumacher in schweren Phasen nimmt er die Ferrari-Familie in Schutz.

"Wir haben noch immer eine Chance, aber es ist nicht mehr so sehr in unserer Hand, wie wir das gerne hätten", blieb Vettel trotz der Umstände auf den theoretisch freilich noch möglichen Titel fokussiert. "Ich habe den Jungs auch gesagt, sie sollen nach Hause und sich etwas ausruhen, weil es eine schwere Woche war."

Es sind nur noch vier Rennen und Vettel hat 59 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton. Am Sonntag in Suzuka musste Vettel das Auto schon nach wenigen Kilometern in der Box abstellen. Der Grund: eine defekte Zündkerze aufgeben.

Zündkerze kostet 59 Euro

Ferrari-Chef Sergio Marchionne zeigte sich darüber erbost: "Es "nerve" ihn, dass "eine Komponente für 59 Euro" die Leistung eines Boliden im Millionenwert beeinträchtige, sagte er. Ferrari habe dennoch "enorme Fortschritte gemacht". "Ich glaube, dass wir auf demselben Niveau oder vielleicht gar besser als Mercedes sind."

Trotz des immensen Vettel-Rückstandes hat er die Hoffnung auf den Titel noch nicht aufgegeben. Die Saison sei "noch nicht verloren", sagte Marchionne gegenüber dem TV-Sender CNBC. "Es gibt noch vier Rennen. Der Einsatz geht weiter."

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