Kolumne

Bernadette Schild hätte Gold geholt

Thomas Sykora spricht über den Damen-Slalom und das Schild-Drama.

Katharina Gallhuber stand bei mir unter besonderer Beobachtung. Gegen ihren Vater Günther bin ich Rennen gefahren, Mama Michi kenne ich aus der Ski-Handelsschule Schladming. Als Göstlinger sind sie halbe Nachbarn von mir.

Ich wusste, dass Katharina gut drauf ist. Aber diese Bronzemedaille kommt auch für mich überraschend  -vor allem, wie sie eingefahren wurde: mit Mut zum Risiko, einen Ausfall in Kauf genommen - beeindruckend, sagenhaft!

Der Schlüssel zur Medaille war der Übergang ins Flache, den der Schweizer Kurssetzer vom ersten Lauf übernommen hatte, in der Hoffnung, dass seine Läuferin Wendy Holdener vorn bleiben würde. Die Passage hat Katharina gut besichtigt und fehlerfrei genommen. Sie hatte auch das Glück der Tüchtigen: Favoritin Mikaela Shiffrin war nach der späten RTL-Siegerehrung am Vortag offenbar müde.

Dann hätte Schild Gold geholt

Außerdem hätte Bernadette Schild das Rennen ohne schweren Fehler gewonnen. Für viele sah es so aus, als hätte sie die Haarnadel falsch angefahren. Doch sie hat das Tor offenbar nicht mehr geschafft. Wobei sie es vielleicht probieren und einen Ausfall riskieren hätte sollen ...

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