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Einzug ins Ö-Haus

So wild feiert Gleirscher Olympia-Gold

Fans warteten bis halb zwei Uhr auf ihren Helden. Und der ließ es krachen.

Ihm liefen die Tränen über das Gesicht, er jubelte ohne Ende, konnte es nicht fassen: David Gleirscher rodelte am Sonntag sensationell zur Gold-Medaille in Pyeongchang. Um Punkt 22.40 Uhr Ortszeit war das erste Olympia-Märchen perfekt. Danach gab es kein Halten mehr. "Ich bin sprachlos. Was da gerade passiert ist, ein Wahnsinn."

Stunden später durfte er es im Austria House "krachen" lassen. Erst kurz vor halb zwei Uhr in der Früh zog er ein, ließ sich von den anwesenden Fans feiern. "Ich checke es noch immer nicht ganz", sagte der 23-jährige Rodel-Olympiasieger.

"Es läuft alles noch immer wie ein Film ab", gestand der Rodler, bei dem wegen der wilden Feier zuvor auf der Bühne ein Zahn etwas Schaden genommen hatte. "Es war die Champagnerflasche, aber heute nehme ich das hin."

Gleirscher hatte sich wegen des obligatorischen Dopingtests verspätet. Dafür wurde er im Österreich-Haus von seinen Teamkollegen umso euphorischer bejubelt, sogar auf den Schultern auf die Bühne getragen. Dort wurde mit Sekt und einer Fahne mit der Aufschrift "Wir sind Sieger" so heftig gefeiert, dass die Sponsorwand umstürzte.

"Da war nur noch Gefühlschaos"

Was den Tiroler ganz besonders ehrte: Bundespräsident Alexander van der Bellen war einer der ersten Gratulanten. "Es ist insgesamt cool, was da daheim abläuft mit der ganzen Familie. Und der Bua, der Leon - sie alle haben zugeschaut."

Das Österreich-Haus steht Kopf und feiert Gleirscher
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"Als Felix (Loch) abgebogen ist, haben sich meine Gedanken überschlagen", gestand Gleirscher auf der Bühne. Man warte beim Beobachten der Gegner immer auf Kurve neun. "Man will halt wissen, wie er da durchkommt. Felix (Loch) war dort vorher immer souverän. Dass es dann die Bande kriegt, hätte ich nie geglaubt. Als ich dann auf die Anzeige geschaut habe und es von Grün auf Rot ging, war da nur noch Gefühlschaos. Es war ein kurzer Schock. Ich habe mich nicht ausgekannt, was mit mir passiert."

Von ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel bekam er das "Goldene Herz" überreicht und schlug ein Fass Bier an. "Feiere mit dem ganzen Team, das Österreich-Haus gehört euch", rief Moderator Lukas Schweighofer.

Gleirscher genoss den Moment: "Es war richtig cool, so empfangen zu werden", sagte der hungrige Sport-Held. "Ich bin bisher nicht zum Essen gekommen." Dass es nicht nur eine Medaille, sondern gleich Gold geworden sei, "kann ich selbst noch nicht wirklich glauben".

© Gepa-Pictures

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Jubelschrei: "Ich bin Olympiasieger"

Er sei aktuell komplett überfordert, gestand Gleirscher bei einem der morgendlichen Interviews. Gleirscher habe sich selbst noch nie "Olympiasieger" gerufen, gestand er. "Das Gefühl wird hoffentlich noch kommen."

Es kam in Sekundenschnelle, denn den offiziellen Arbeitstag beendet er umgehend und gemeinsam mit den Medienleuten, indem er vor ihnen und unter Applaus laut ins Mikrofon sagte: "Ich bin Olympiasieger."

Allerdings war damit der Abend für den Goldrodler noch lange nicht zu Ende. Er gab noch Interviews am laufenden Band.

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