Aufreger

Jetzt schießt auch Shiffrin gegen Vonn

Vor dem Saisonauftakt in Sölden herrscht Uneinigkeit im US-Skiteam.

Lindsey Vonns Forderung, sich mit den Herren zu messen, findet in der Ski-Szene nur wenig Zuspruch. Die US-Beauty hofft 2018 auf einen Vergleich bei der Abfahrt in ihrem "Wohnzimmer" in Lake Louise. Die Reaktionen darauf sind vielfach ablehnend.

"Ein Kasperltheater, da kannst du den Damen-Sport gleich abschaffen", meinte etwa Athleten-Vertreter Hannes Reichelt. Und selbst Vonns Landsfrau Mikaela Shiffrin hält wenig von den Plänen ihrer Teamkollegin. "Ihr geht es um Aufmerksamkeit", meint die Gesamtweltcup-Titelverteidigerin: "Gender-Diskussionen sind in den USA gerade ein ganz großes Ding. Aber ich frage mich, ob das so eine gute Idee ist."

Was bringt solch ein Rennen?

Dabei kann Shiffrin nachvollziehen, warum man sich als Dame gerne mit den Herren misst - allerdings nur im Training. "Ich trainiere sehr viel mit ihnen. So werde ich noch besser. Ich liebe den Wettkampf, aber ich will keine Rennen gegen sie fahren."

Die große Frage: Was bringt ein Rennen mit den Herren? Befürworter sprechen von einem Marketing-Schub für das Skifahren in den USA. Gegner sprechen davon, dass der Sport lächerlich gemacht wird.

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