ÖSV-Superstar

Darum bleibt Hirscher weiter skeptisch

Salzburger tritt nach Wunder von Beaver Creek auf Euphoriebremse.

Die Skiwelt staunt über Marcel Hirscher. "Er ist wirklich ein Weltwunder", meinte etwa Marc Girardelli. Unser Superstar bezeichnete seinen RTL-Triumph von Beaver Creek selbst als größten Sieg. Den musste er ungewollt in Denver feiern. Der Grund waren Flugprobleme, weshalb sich seine Heimkehr verzögerte.

Für Hirscher kein Problem: Nach seinem 46. Weltcup-Erfolg 108 Tage nach seinem Knöchelbruch schwebte er auf Wolke sieben. "Dass es am Ende dazu gereicht hat, ist gigantisch", schreibt er in seinem Red-Bull-Blog: "Wir alle haben eine Riesenfreude daran - nicht zuletzt, weil das gesamte Team in der vergangenen Woche unheimlich viel investiert und Unglaubliches geleistet hat."

Ziel sei es eigentlich gewesen, sich den Top-Leuten anzunähern und "zu versuchen, den Anschluss an die Spitze zu finden". Das ist am Sonntag eindrucksvoll gelungen. Jetzt scheint sogar die siebente große Kristallkugel möglich!

"Nur eine Momentaufnahme"

Hirscher tritt auf die Euphoriebremse: "Beaver Creek ist eine Momentaufnahme und kein Grund, überschwänglich zu werden." Er möchte weiter tüfteln und glaubt an eine sehr enge Saison. "So früh nach der Umstellung bleibt es spannend, was in Sachen Materialanpassung, Setup und Linienwahl im Riesentorlauf noch möglich ist", betont Hirscher.

Schon am nächsten Wochenende ist er in Val d'Isère wieder im Einsatz.

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