NBA Finals

Cavs am Boden: Warriors gewinnen Krimi

Die Titelverteidigung rückt für LeBron James und Co. in weite Ferne.

Die Golden State Warriors haben ihren Erfolgslauf in ihrem ersten Auswärtsspiel der Finalserie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA fortgesetzt. Das 118:113 bei den Cleveland Cavaliers am Mittwoch (Ortszeit) war bereits der 15. Play-off-Sieg der Kalifornier in dieser Saison in Folge. Damit können die Warriors bereits im nächsten Spiel den Titel fixieren.

Drei Minuten vor Schluss führten die Cavaliers noch mit 113:107. Doch angeführt von Kevin Durant (31 Punkte), Klay Thompson (30) und Stephen Curry (26) gelang den Kaliforniern in der Schlussphase der dritten Begegnung der "best of seven"-Serie die Wende. Mit elf Punkten hintereinander entschieden die Warriors die Begegnung für sich.

Durant avancierte mit seinen späten Punkten zum Matchwinner. 45 Sekunden vor Schluss brachte er die Gäste mit einem Dreipunktewurf zum 114:113 erstmals seit der Schlussphase des dritten Viertels wieder in Führung. "Das war mein bester Wurf", meinte Durant nach dem Spiel. "Mein ganzes Leben lang übte ich derartige Würfe, um in den wichtigsten Momenten nicht zu versagen. Das Ende des Spiels brachte mir riesige Befriedigung."

"Das ist seine Zeit, sein Moment"

"Kevin übernahm die Verantwortung. Er nahm dieses Spiel in die Hand", lobte Coach Steve Kerr seinen Schützling. "Seit Jahren zählt Durant zu den überragenden Spielern in der Liga. Jetzt spürt er: Das ist seine Zeit, sein Moment, sein Team." Kurz nach dem 114:113 vergab Kyrie Irving die Chance, Cleveland mit einem Dreipunktewurf wieder in Führung zu bringen.

Durant nutze die Möglichkeit und sorgte für die Vorentscheidung. Er lief sich frei, verlangte den Ball, bekam ihn auch, provozierte ein Foul und verwertete die daraus resultierenden zwei Freiwürfe zum 116:113 12,9 Sekunden vor Schluss.

Wird es etwa ein "Sweep"?

Den Cavaliers gelang während der für sie fatalen letzten drei Minuten trotz acht Wurfversuchen kein einziger Punkt mehr. So nützten auch die Glanzleistungen von LeBron James (39 Punkte) und Irving (38 Punkte) am Ende nichts. In der nächsten Begegnung am Freitagabend (Ortszeit) stehen die Titelverteidiger aus Cleveland nun mit dem Rücken zur Wand.

Golden State könnte hingegen mit einem erneuten Auswärtssieg nicht nur die zweite Meisterschaft innerhalb von drei Jahren fixieren, sondern auch als erste Mannschaft überhaupt mit 16:0 Siegen in den Play-offs den Titel gewinnen.

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