UEFA-Präsident zweifelt an Saisonabschluss

"Schwer zu sagen"

UEFA-Präsident zweifelt an Saisonabschluss

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Zweifel daran, dass die Saison 2019/20 im europäischen Fußball abgeschlossen werden kann.

"Für die Wettbewerbe ist es sicherlich das Beste", sagte der 52-Jährige der Nachrichtenagentur AP. "Aber ist es möglich, wenn man auf den Kalender schaut, der extrem eng ist? Es ist schwer zu sagen", meinte der Slowene.
 
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte am Dienstag die EM 2020 um ein Jahr verschoben, um den Ligen in der Coronavirus-Krise mehr Zeit zu verschaffen, den ausgesetzten Spielbetrieb doch noch in dieser Saison wiederaufzunehmen. Die UEFA sowie die Clubs und Ligen bekannten sich im Anschluss zu der "Verpflichtung, alle nationalen und europäischen Club-Wettbewerbe bis zum Ende der laufenden Saison, das heißt bis spätestens zum 30. Juni 2020, abzuschließen, sollte sich die Situation verbessern und die Wiederaufnahme des Spiels angemessen sein".
 
Am 30. Juni enden normalerweise auslaufende Spielerverträge, bei Transfers wechseln die Profis in der Regel per 1. Juli den Club. Für den Fall, dass die Pandemie den Fußball aber länger zum Erliegen bringt, hat sich die UEFA bereits eine Hintertür offen gelassen. So seien "Anpassungen der Qualifikationsrunden zur UEFA Champions League und zur UEFA Europa League 2020/21" auch bei einem "späteren Abschluss der Saison 2019/20, das heißt nach dem 30. Juni 2020" möglich, teilte der Verband mit. Die beiden Europacup-Bewerbe stecken derzeit im Achtelfinale fest.
 

EM 2021 bleibt so wie sie geplant ist

In Österreich ruht der Ball seit dem vergangenen Wochenende und vorerst zumindest bis Ostern. Die Bundesliga hielt deshalb per Videokonferenz am (heutigen) Mittwoch eine Informationsveranstaltung für ihre Vereine zur aktuellen Situation ab und wollte darüber am Nachmittag informieren.
 
Die verschobene Fußball-EM soll nun von 11. Juni bis 11. Juli 2021 unter den gleichen Voraussetzungen starten wie das ursprünglich für diesen Sommer geplante paneuropäische Turnier mit zwölf Gastgebern in Europa und Asien (Baku). "Der Plan ist, die gleichen Veranstaltungsorte, die gleichen Städte, die gleichen Stadien zu haben", betonte Ceferin. "Wenn etwas kompliziert wird, dann können wir es auch mit elf, neun oder weniger Stadien machen. Aber der Plan ist, dass alles gleich bleibt."
 

"Größte Krise in der Geschichte des Fußballs"

Österreich würde demnach im Jahr 2021 bei der EM in der Gruppe C am 13. Juni in Bukarest gegen einen noch zu ermittelnden Play-off-Sieger, am 17. Juni in Amsterdam gegen die Niederlande und am 21. Juni in Bukarest gegen die Ukraine spielen. Neben diesen beiden Spielorten wurden noch Rom, München, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinali und das Endspiel zugesprochen. Teilnehmen werden wie 2016 in Frankreich erneut 24 Mannschaften.
 
Das UEFA-Exekutivkomitee hatte die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie am Dienstag beschlossen. "Es ist die größte Krise in der Geschichte des Fußballs", bekräftigte Ceferin. "Wir wissen alle, dass dieser schreckliche Virus den Fußball, das ganze Leben in Europa nahezu unmöglich macht. Wir wussten, dass wir sämtliche Wettbewerbe aussetzen müssen." Die Verschiebung der EM koste den Dachverband "Hunderte Millionen Euro", sagte der 52-Jährige. Er kündigte zudem an, dass die Frauen-EM 2021 in England wahrscheinlich ins Jahr 2022 verschoben wird.
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