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EM-Qualifikation

0:0 - Starkes ÖFB-Team holt Remis in Polen

EM-Quali-Spitzenspiel Österreich gegen Polen endet mit einem 0:0-Unentschieden.

Ein starkes ÖFB-Team zeigt eine engagierte Leistung in Warschau gegen Polen, nutzt aber seine Chancen nicht und muss sich mit einem 0:0 zufrieden geben. Durch das Remis sind die Chancen auf die EM-Quali aber weiterhin sehr gut. Die Foda-Elf hat es in der eigenen Hand sich für das paneuropäische Fußballturnier zu qualifizieren. Das ÖFB-Team fiel zwar auf den dritten Platz in der Gruppe zurück, da Slowenien einen 3:2-Heimsieg über Israel feierte, liegt als Tabellendritter aber weiter nur drei Zähler hinter Leader Polen.

 

Remis in Polen: Das sagt Franco Foda
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Nordmazedonien ist nach einem 2:0-Erfolg beim weiter punktlosen Schlusslicht Lettland zwar weiterhin Fünfter, allerdings nur noch mit zwei Zählern Rückstand auf Österreich. Die Fixtickets für die Endrunde 2020, die die ersten beiden Teams holen, sind aber absolut in Reichweite. Das Unentschieden im Stadion Narodowy vor 56.788 Zuschauern war am Ende durchaus leistungsgerecht. Die beiden Teams teilten damit wie auch schon bei der EM 2008 (1:1) die Punkte. Österreichs beste Chance vergab Marko Arnautovic bei einem Stangen-Kopfball (10.).

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ÖFB-Team punktet in Polen

Damit wurde es auch nichts aus dem vierten ÖFB-Sieg in Folge nach dem 1:0 gegen Slowenien, 4:1 in Nordmazedonien und eben zuletzt am Freitag 6:0 gegen Lettland in Salzburg. Zudem blieb auch eine echte Revanche für die 0:1-Niederlage in Wien im ersten direkten Duell mit Robert Lewandowski und Co. aus. Österreich ist weiter in Pflichtspielen gegen Polen sieglos, der letzte Länderspielerfolg bleibt ein 4:3 in einem Test in Katowice am 17. Mai 1994.

Österreich dominant gegen Polen

Foda hatte nach dem 6:0-Kantersieg gegen desolate Letten aus sportlicher Sicht keinen Grund seine Formation zu verändern. Zu einem Tausch war er aber gezwungen: Hoffenheims Abwehrspieler Stefan Posch ersetzte den an muskulären Problemen in der rechten Wade laborierenden Martin Hinteregger, der unter Foda zuvor nur zwei Spiele (Uruguay, Liechtenstein) verpasst hatte. Damit agierten Startelf-Debütant Posch und Leverkusens Aleksandar Dragovic erstmals Seite an Seite in der ÖFB-Abwehr, die wie in den vergangenen drei Partien in einer Viererkette auftrat.

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"Arnie" hatte einige Torchancen

Auch die Polen agierten in einem 4-2-3-1-System. Nicht zum Zug kam dabei Wien-Gold-Torschütze Krzysztof Piatek, der sein Geld beim AC Milan verdient. Abwehrchef Kamil Glik war nach überwundener Oberschenkelprobleme mit von der Partie. Die nahm den erwarteten Lauf. Die Polen igelten sich hinten ziemlich ein, überließen den Gästen das Spiel und lauerten auf schnelle Gegenstöße. Die gab es in der Anfangsphase aber nicht, da war für die druckvolle Foda-Truppe der Führungstreffer sehr nahe. Wenig überraschend stand Arnautovic dabei im Mittelpunkt. Der China-Legionär gab nach vier Minuten einen ersten Warnschuss ab und hatte nach zehn Minuten nach Lainer-Flanke bei einem Stangen-Kopfball Pech.

Polen im Konter brandgefährlich

Mit Fortdauer der ersten Hälfte wurden die blitzschnellen Gegenstöße der Gastgeber immer gefährlicher. Bayern-Stürmer Lewandowski konnte an seine sonst gewohnte Effizienz im Bayern-Dress aber nicht anschließen, setzte einen Kopfball aus sieben Metern über das Tor (29.). Zwei Minuten später lag das polnische 1:0 noch mehr in der Luft, Cican Stankovic drehte einen Glik-Kopfball nach Grosicki-Eckball aber über die Latte.

Die ÖFB-Auswahl tat sich schwer gegen die kompakte polnische Abwehr durchzukombinieren, immerhin kamen Marcel Sabitzer (33./Außennetz) und Valentino Lazaro (34./Volleyschuss gehalten) zu weiteren Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel ging es neuerlich hin und her, beide Teams waren darauf bedacht, die Entscheidung herbeizuführen.

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Laimer zeigte wieder eine tolle Leistung

Arnautovic konnte Fabianski, seinen Ex-Teamkollegen bei West Ham United, neuerlich nicht bezwingen (49.). Auf der anderen Seite rettete Posch bei einem Kownacki-Kopfball vor der Linie (53.) und war Stankovic vor Grosicki hellwach (55.). Dessen Gegenüber konnte sich genauso weiter auszeichnen, hielt einen Laimer-Weitschuss (62.) und konnte auch mit einem Außenrist-Abschluss von Arnautovic (66.) nicht überwunden werden. Damit gab es in einer Partie, die aufgrund von schlechten Wetterprognosen bei geschlossenem Dach durchgeführt wurde und in der Österreich mehr als 60 Prozent Ballbesitz hatte, keinen Sieger.

Die zuletzt Slowenien mit 0:2 unterlegenen Polen sind weiter unbesiegt. Österreich hat viermal in Folge nicht mehr verloren und bekommt es am 10. Oktober bei der nächsten Aufgabe in Wien mit Israel zu tun.

Stimmen  zum Spiel (0:0/via ORF):

Marko Arnautovic (ÖFB-Stürmer): "Bei dem Stangenkopfball war Pech dabei, beim zweiten Mal habe ich mir den Ball falsch mitgenommen, dann war ich nicht in der richtigen Position, um gut abschließen zu können. Im Großen und Ganzen haben wir das Spiel dominiert, wir hatten mehr Ballbesitz, mehr Chancen, leider ist es uns nicht gelungen zu gewinnen. Wir sind aber mit dem Punkt zufrieden, weil es nicht leicht ist in Polen zu spielen."

Konrad Laimer (ÖFB-Mittelfeldspieler): "Es war ein sehr intensives Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde. Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht, ab und zu haben wir den Ball zu langsam laufen lassen. Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. 0:0, Punkt in Polen, da kann man zufrieden sein."

Valentino Lazaro (ÖFB-Mittelfeldspieler): "Ich denke, dass wir sehr gut reingestartet sind, dass wir den Willen gezeigt haben, drei Punkte zu holen. Leider haben wir uns in der ersten Halbzeit ein paar Mal auskontern lassen. Wir sind froh, es ist kein schlechter Punkt. Mit der Leistung sind wir weit entfernt, uns schämen zu müssen. Es war kein einfaches Spiel."

Statistik zum Spiel

Fußball-EM-Qualifikation, Gruppe G, 6. Runde: Polen - Österreich Endstand 0:0. Warschau, Stadion Narodowy, 56.788 Zuschauer, SR Kassai.

Polen: Fabianski - Kedziora, Glik, Bednarek, Bereszynski - Krychowiak, Bielik - Kownacki (58. Blaszczykowski/77. Klich), Zielinski, Grosicki (70. Szymanski)- Lewandowski

Österreich: Stankovic - Lainer, Posch, Dragovic, Ulmer - Baumgartlinger, Laimer (89. Gregoritsch) - Lazaro (77. Ilsanker), Sabitzer, Alaba - Arnautovic

Gelbe Karten: Klich, Bielik bzw. Arnautovic, Sabitzer, Laimer

Die Besten: Glik, Grosicki bzw. Dragovic, Laimer

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