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Nach Wut-Interview

Weltklasse! Comedian wird mit Herzog-Parodie zum Netz-Hit

Dem Teamchef der Israelis war nach dem gestrigen Länderspiel alles andere als happy. Für Alex Kristan ein gefundenes Fressen.

Andreas Herzog hat nach der bitteren 2:3-Niederlage von Israel gegen Slowenien in Österreichs EM-Qualifikations-Gruppe G die Beherrschung verloren. Nach Medienberichten soll Österreichs Rekord-Teamspieler am Montag in der Kabine sein Team derart angegangen sein, dass Spieler sogar geweint hätten. Wie israelische Medien berichteten, soll Herzog aus Wut gegen Flaschen und einen Tisch getreten haben.
 
 
Seine Spieler seien naiv, würden dumme Fehler machen und würden so nie etwas erreichen, soll Herzog gebrüllt haben. Seinem Ärger machte er auch in einem Interview mit dem israelischen Fernsehen in Ljubljana Luft. "Wir sagen immer, dies war gut und jenes war gut, aber wir kassieren jedes Mal drei Gegentore, wir sind nicht professionell genug", sagte Herzog einen Tag vor seinem (heutigen) 51. Geburtstag.
 
Nach einem eher tollpatschigen Angriff der Israelis folgte der Slowenien-Konter. Ausgerechnet ein Eigentor brachte schlussendlich die Niederlage für das Herzog-Team. Dementsprechend sauer zeigte sich der Teamchef auch in dem darauffolgenden Interview, das er auf Englisch hielt (siehe oben).
 

Kristan sorgt mit Parodie für Lacher

 
Und genau dieses Interview sorgte für Lacher im Netz. Grund genug für Komiker Alex Kristan Herzog dafür ein wenig aufs Korn zu nehmen. Auf Facebook veröffentlichte er nun ein Video, das den aufgebrauchten Coach darstellen soll. "We're better than everybody in the European Qualifies and he tried a cucumber - we call it 'Gurkerl' in Austria", sagt Kristan. "Shall I be happy? Shall I be happy after this? I am really upset after this and now it reaches. And if I see more of this game I'll quit my job and werd Paragleiter, waß' i ned ... gibt's des da", schließt er seine Parodie.
 
Seine Fans lieben es. "Du bist einfach der allergeilste Alex! Grosses Kino! Gratulation!", schreibt einer. "!oedklasse wia immer I geh nieda", schreibt ein anderer.
 
 

Herzog: "Das ist einfach nicht mehr lustig"

 
Wenig zu lachen hatte offenbar das Original. Denn im Interview tobte Herzog wahrlich: "Wir redeten immer über die Qualifikation und dann passieren Fehler wie dieser. Das ist unmöglich", antwortete ein sichtlich aufgebrachter Andreas Herzog seinem Interviewer. "Wir machen immer diese blöden Fehler, das ist einfach nicht mehr lustig", setzte der Israel-Teamchef seine Wut-Rede fort. Die Israelis zeigten sich dem Interview gegenüber jedoch sehr positiv: "Wahnsinn, wie nah ihm das geht", schrieben Israel-Fans auf Twitter.

Nackenschlag in Minute 90

Besonders regte ihn ein unnötiger Ballverlust auf, der das 2:3 in der 90. Minute einleitete. "Wenn ich das dritte Gegentor sehe, das ist der Horror. Wir reden immer darüber, wovon wir träumen, aber wir müssen die entscheidenden Dinge auf dem Platz machen. Und dann machen wir unmögliche Fehler, das geht einfach nicht und ist so nicht mehr lustig."

© APA
Bittere Pleite für Israel

Sein Team geriet durch einen Treffer von Benjamin Verbic (43.) kurz vor der Pause in Rückstand, schaffte aber dank Toren von Bibras Natcho (50.) und Eran Zahavi (63.), der mit neun Toren Top-Torschütze in der laufenden Quali ist, die vermeintliche Wende. Für Punkte reichte es aber nicht, da Roman Bezjak (66.) ausglich und Verbic noch seinen Doppelpack perfekt machte.

Israels Niederlage war absolut vermeidbar, der Ärger Herzogs daher verständlich. "Wir hatten ein richtig gutes Spiel gegen einen starken Gegner, der Polen besiegt hat und haben verloren", so Herzog. Israel ist weiter Vierter in der Tabelle, punktgleich mit dem Fünften Nordmazedonien. Fünf Zähler fehlen auf Polen, drei auf Slowenien und zwei auf die ÖFB-Auswahl, gegen die es am 10. Oktober in Wien geht. "Wenn wir immer blöde Fehler machen, verlieren wir jedes Spiel. Wir haben die Chancen gehabt zu gewinnen und haben verloren. So werden wir uns nicht qualifizieren", sagte Herzog.

Die Israelis hoffen auf ihre erste Teilnahme an einem großen Turnier seit 1970. Nach Angaben israelischer Medien will der Verband trotz der jüngsten Niederlage mit Herzog weiterarbeiten.

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