Thiem: Das süße Sieges-Geheimnis seiner Mutter

Australian Open

Thiem: Das süße Sieges-Geheimnis seiner Mutter

Mama Karin feiert jeden Turniersieg des Filius auf ganz besondere Art und Weise.
Ein bärenstarker Dominic Thiem hat am Montag nach einer ausgezeichneten Leistung erstmals das Viertelfinale der Australian Open erreicht. Österreichs Tennis-Star fegte den Franzosen Gael Monfils, die Nummer 10 der Welt, in nur 110 Minuten 6:2,6:4,6:4 vom Platz und stellte im Head-to-Head auf 6:0. Thiem trifft nun am Mittwoch entweder auf Topstar Rafael Nadal (ESP-1) oder Nick Kyrgios (AUS-23).
 
Für den 26-jährigen Thiem ist es das insgesamt sechste Viertelfinale bei einem der vier Majors. Er ist der vierte Österreicher nach Peter Feigl (1978), Thomas Muster (1989, 1994, 1997) und Stefan Koubek (2002), der beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Australien den Einzug in die Runde der letzten acht geschafft hat.
 

Duell mit Nadal winkt

Sein nächster Gegner wird erst später ermittelt. Gegen Nadal hat Thiem eine 4:9-Bilanz, gegen Kyrgios hat er die bisher einzige Begegnung verloren. Der Weltranglisten-Fünfte hat nun 525.000 Australische Dollar Preisgeld (325.541,02 Euro) brutto sicher.
 
Jim Courier hat zuvor im Interview mit Thiem auf dem Court von einer Tradition berichtet, dass Thiems Mutter Karin sich ein Tattoo für jeden Turniersieg stechen lässt und ob das stimme. "Leider muss ich das bestätigen. Das würde ich gerne abstreiten, aber nein", sorgte Thiem für Lacher im ausverkauften Rod Laver Stadion. Nach einem schlechten Saisonstart 2019 habe seine Mutter auf einem langen Trip von Rio nach Indian Wells gesagt, wenn er in Indian Wells den Titel hole, würde sie sich ein Tattoo machen lassen. "So hat diese Tradition begonnen", erzählte Thiem lachend.
 
Für den US-Titel war es eine Adlerfeder, für den Peking-Triumph ein Panda - also mit direktem Bezug zum Land. "Irgendwelche Gedanken, was es sein soll, wenn du hier noch dreimal gewinnst?", fragte Courier und Thiem konterte: "Ganz sicher ein Känguru."
 

Dominanter Thiem

Zuvor hatte Thiem auf dem Platz seinem Gegner nichts zum Lachen gegeben. Zu dominant war der "Dominator". Während er selbst bei eigenem Service sehr souverän agierte, hatte Monfils von Beginn weg Probleme. Thiem schaffte ein schnelles Break zum 2:1 und mit einem zweiten zum 5:2 war die Basis zur schnellen 1:0-Satzführung nach nur 27 Minuten gelegt.
 
Danach dauerte es zwar etwas länger, aber es war wieder Thiem, der das Break schaffte. Mit der vierten Möglichkeit stellte Thiem nach Weltklasse-Ballwechseln auf 4:3 und nach nur 69 Minuten schaffte der Lichtenwörther das 6:4. In dieser Manier ging es weiter, denn der 26-jährige Niederösterreicher nahm Monfils auch zum Start des dritten Durchgangs gleich den Aufschlag ab. Bei 3:2 vergab er in dem hochklassigen Schlagabtausch drei Bälle zum Doppelbreak, aber ließ sich davon nicht beirren. Thiem zog seine ausgezeichnete Aufschlagleistung durch.
 
Von Unruhe, die Thomas Muster nach der Trennung in einem Interview mit Boris Becker ins Team gebracht hatte, war jedenfalls nichts zu bemerken. "Es waren Nebengeräusche, störend waren sie nicht so. Es ist auch ein bisserl aufgebauscht worden, wir haben das intern viel entspannter gesehen", meinte Thiem dazu. Die Entscheidung sei ja schon vor dem Drittrundenmatch gefallen. "Das heißt, es ist schon zu lang her und ich habe gar nicht mehr dran gedacht."
 
 
Thiem wollte sich Montagabend den Hit Nadal - Kyrgios ganz entspannt im Hotelzimmer anschauen. "Es wird eine unglaublich unterhaltsame Partie. Es gibt nichts Schöneres als selbst gewonnen zu haben und dann gemütlich den nächsten Gegner anzuschauen, vor allem, wenn es so ein Match ist wie die zwei." Thiem sah Nadal als Favoriten.
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