Keine Lust auf WM

US-Basketball-Boss wütet nach Blamage gegen NBA-Stars

Basketball-Boss Jerry Colangelo hat die Schuldigen für das WM aus schon gefunden.

Dongguan. Die US-Basketballer haben bei der WM in China nach dem Viertelfinal-Aus gegen Frankreich die nächste Pleite kassiert und damit ein historisches Tief erreicht. Im Duell der gescheiterten Goldfavoriten verlor der Titelverteidiger am Donnerstag in Dongguan gegen Serbien 89:94 (40:44) und kann damit bestenfalls noch WM-Siebenter werden. So schlecht waren die USA noch nie.

Bisher war ein sechster Platz bei der Heim-WM 2002 in Indianapolis das schlechteste WM-Ergebnis. Letzter US-Gegner ist nun am Samstag im Spiel um Platz sieben der Verlierer der Partie zwischen Polen und WM-Debütant Tschechien.
 

Basketball-Boss wütet

Basketball-Boss Jerry Colangelo sagte nach dem Spiel: "Ich kann nur sagen, dass man sich daran erinnern wird, von wem man dachte, dass man mit ihm in die Schlacht ziehen wird, und wer dann nicht aufgekreuzt ist." Der Grund für seine Wut ist, dass zahlreiche NBA-Stars wie LeBron James (39), Supertalent Zion Williamson (19) oder James Harden (30) vor der WM absagten. Sie hatten einfach keine Lust auf die WM!
 
Der angetretenen Mannschaft machte der Basketball-Chef dagegen keinen großen Vorwurf. "Die Spieler haben alles getan, was sie konnten. Aber wir sind mit höheren Erwartungen, was den Kader angeht, in das Turnier gegangen", sagte Colangelo.
 
Nach der 79:89-Niederlage am Vortag gegen die von Rudy Gobert angeführten Franzosen wirkte das Team von Trainer-Legende Gregg Popovich immer noch völlig konsterniert. Die ebenso enttäuschten Serben deklassierten die NBA-Profis im ersten Viertel mit 32:7. Die USA kämpften sich zwar nochmals zurück, mussten sich aber am Ende geschlagen geben. Serbiens NBA-Topstar Bogdan Bogdanovic ragte mit 28 Punkten heraus, bei den Amerikanern reichten auch 22 Zähler von Harrison Barnes nicht.
 
Trotz des schwachen Auftritts ohne zahlreiche Superstars wie LeBron James, Stephen Curry oder James Harden waren die Reaktionen in der Heimat auf den WM-Fehlschlag weniger harsch als noch in der Vergangenheit ausgefallen. "Das ist kein Desaster für die USA, das ist keine Schande, das ist kein Mangel an Einsatz", kommentierte NBC. "Das ist einfach ein weiteres Zeichen, dass sich das Basketball-Universum ändert."
 
Spätestens bei Olympia 2020 in Tokio wird aber erwartet, dass das Imperium zurückschlägt. "Wenn USA Basketball in der Zukunft diese Turniere wieder dominieren will, muss es die Struktur des Kaders und die Beteiligungsrate der Superstars verbessern", forderte ESPN.

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